Kaltwintergarten oder Wohnwintergarten: der Unterschied
Beide sehen ähnlich aus und sind doch zwei verschiedene Bauwerke. Der Unterschied entscheidet über Kosten, Genehmigung und darüber, wann Sie den Raum nutzen können.
| Kaltwintergarten | Wohnwintergarten | |
|---|---|---|
| Was er ist | überdachte, verglaste Terrasse | beheizter Wohnraum aus Glas |
| Heizung | keine fest eingebaute | ja, an die Hausheizung angeschlossen |
| Dämmung | nicht gefordert | muss die Vorgaben für Wohnräume erfüllen |
| Nutzung | Frühjahr bis Herbst, an sonnigen Wintertagen | ganzjährig |
| Genehmigung | oft einfacher, je nach Größe und Land | in der Regel Bauantrag |
| Öffnen im Sommer | meist großflächig möglich | eingeschränkt |
Der Kaltwintergarten
Ein Kaltwintergarten ist ein Terrassendach mit Glaswänden. Er hält Wind und Regen ab und wärmt sich durch die Sonne auf. An einem klaren Märztag sitzen Sie dort im Pullover, an einem trüben Januartag nicht. Er schützt außerdem Möbel, Pflanzen und die Hausfassade.
Der Wohnwintergarten
Ein Wohnwintergarten erweitert das Haus. Er braucht gedämmte Profile, Wärmeschutzglas, ein Fundament mit Dämmung, Heizung, Lüftung und Beschattung. Rechtlich ist er Wohnfläche und wird entsprechend geprüft.
Die Zwischenlösung
Zwischen beiden liegt eine dritte Variante: ein Dach mit Glasschiebewänden aus Isolierglas und thermisch getrennten Profilen. Sie bleibt baulich eine Terrassenüberdachung, hält aber deutlich mehr Wärme als Einfachglas. Mit einem Heizstrahler verlängert das die Saison um viele Wochen.
Woran Sie sich orientieren können
- Sie wollen einen zusätzlichen Raum, der immer warm ist: Wohnwintergarten.
- Sie wollen die Terrasse länger nutzen und im Sommer alles öffnen: Kaltwintergarten.
- Sie sind unsicher: Beginnen Sie mit dem Dach und rüsten Sie die Wände nach. Sagen Sie das bei der Planung, damit Pfosten und Fundament passen.
Was baurechtlich für Ihr Grundstück gilt, klärt die Bauaufsicht. Mehr dazu im Beitrag zur Baugenehmigung.